Der faire Preis unserer Lebensmittel
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Haben Sie sich jemals gefragt, ob der Preis, den wir für das, was wir essen, bezahlen, derjenige ist, der er sein sollte, um ein Qualitätsprodukt mit den erwarteten Eigenschaften zu erhalten?
Diese Frage betrifft natürlich alles, was wir kaufen: von Kleidung bis zu unserem Smartphone. Aber bei Lebensmitteln ist die Angelegenheit heikler, da sie direkt unsere Gesundheit beeinflusst.

Der niedrige Preis eines Lebensmittelprodukts ist nicht immer auf eine höhere Produktionseffizienz eines Unternehmens oder den Zugang zu niedrigeren Arbeitskosten zurückzuführen (z. B. in Marokko ist der Lohn eines Arbeiters fünfmal niedriger als der eines italienischen Arbeiters). Aber die Gründe können vielfältig sein:
- Einsatz illegaler Billigarbeitskräfte: In Italien wurde viel über das Phänomen des "Caporalato" diskutiert, das auf die illegale Anstellung von oft illegalen Arbeitskräften zurückzuführen ist, praktisch eine Form der Sklaverei.
- Produkte von schlechter Qualität oder gefälschte Produkte: Die Herkunft der Produkte stimmt möglicherweise nicht mit der auf dem Etikett angegebenen überein (z. B. Tomatensauce, die in China statt in Italien hergestellt wurde) oder das Endprodukt wurde möglicherweise durch chemische Verfälschungen gewonnen (z. B. Öl, das als natives Olivenöl extra verkauft wird, obwohl es sich tatsächlich um raffiniertes Öl handelt).
- Landwirtschaftliche Produktion in Ländern mit weniger strengen Gesetzen zu Pflanzenschutzmitteln: In der Europäischen Union und noch stärker in Italien gibt es sehr strenge Vorschriften für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (Hormone, Insektizide usw.), deren Verwendung eine höhere Produktion und eine Verringerung von Abfällen ermöglicht, jedoch auf Kosten der Gesundheit und oft auch der Qualität der Produkte (dies geschieht beispielsweise bei Obst, das aus Entwicklungsländern importiert wird).
Der Großhandel spielt eine grundlegende Rolle bei der Preisbildung, da er einer der Hauptorte ist, an dem Lebensmittelprodukte verkauft werden, und beeinflusst somit auch die Wahrnehmung der richtigen Preise durch die Kunden. Leider kommt es vor, dass sie einen hohen Druck ausüben, um die Einkaufspreise von ihren Lieferanten niedrig zu halten, was sie manchmal indirekt dazu zwingt, ziemlich fragwürdige Praktiken gegenüber der Umwelt oder den Arbeitnehmern anzuwenden, nur um auf dem Markt zu bleiben.
Zum Beispiel wurde Wal-Mart, der Einzelhandelsriese in den Vereinigten Staaten, vor Jahren beschuldigt, den Ozean in Chile durch intensive Lachsfarmen verschmutzt zu haben. Da Wal-Mart den Preis für Wildlachs aus Nordeuropa für zu hoch hielt, förderte es den Aufbau intensiver Lachsfarmen in Chile. Das Ergebnis? Ein viermal niedrigerer Lachs-Preis, aber auf Kosten der Qualität und Gesundheit des Endprodukts: Einsatz von Hormonen, schlechte hygienische Bedingungen in den Farmen (die Fische schwimmen in ihren eigenen Exkrementen), hohe Meeresverschmutzung.
Eines der Produkte, das in dieser Zeit unter Beschuss geraten ist, ist natives Olivenöl extra. Im Durchschnitt denkt der Verbraucher, dass der Preis einer Flasche natives Olivenöl extra weniger als 5 Euro beträgt, wie wir es von einigen Marken in Supermärkten gewohnt sind. Aber in Wirklichkeit deckt das nicht einmal einen Teil der Kosten, die ein Ölproduzent, der italienische Oliven verwendet, hat.
Wenn Sie ein Produkt konsumieren, ist es besser, das mit der höchsten Qualität zu kaufen, von dem Sie vielleicht die Herkunft und die Produktionsmethode kennen. Dies ist sowohl für Ihre Gesundheit als auch für Ihren Gaumen von Vorteil.